Donnerstag, 18. Februar 2016

Blogparade - Das schönste Erlebnis im ersten Jahr mit meinem Baby

RTL 2 (http://www.rtl2.de/) hat zur Blogparade mit dem Thema "Das schönste Erlebnis im ersten Jahr mit meinem Baby" aufgerufen.

Ich möchte gerne über die Geburt meiner Tochter erzählen:

Der 23. Dezember 2014 war der voraussichtliche Entbindungstermin. Deshalb hatte ich an diesem Tag um 08:40 Uhr Termin im KH. Mein Mann ist natürlich mitgekommen. Es wurde ein CTG geschrieben und ein US gemacht. Das Gewicht von meiner Tochter wurde beim US auf 4,2 kg geschätzt. Die Ärztin meinte, dass einer natürlichen Geburt nichts im Wege steht, es aber, aufgrund des Gewichts, schwieriger werden KÖNNTE. Es könnten mehr und/oder schwerere Geburtsverletzungen entstehen. Es könnte sein, dass es schwieriger wird sie zu gebären und wenn nichts mehr voran geht, könnte es ein Not-Kaiserschnitt werden. Ich bekam Angst! Da es bei den Kontrollen im KH hieß, dass am 23. Dezember eingeleitet wird, musste ich im KH bleiben. Die Kliniktasche haben wir vorübergehend im Auto gelassen, also holte mein Mann sie mir. Noch am gleichen Tag wurde mir eine Tablette gelegt, ich glaube an den Muttermund, die wehenauslösend ist. Ich hatte zwar leichte Schmerzen, aber diese bewirkten leider nichts. Das Legen der Tablette tat ziemlich weh! Nach dem Legen sagte mir die Ärztin, dass es bis zu 10 Tage dauern kann bis sich etwas tut. Na toll! Am Abend wurde alles wieder entfernt und mir wurde gesagt, dass morgen (24. Dezember) wieder eine Tablette gelegt wird.

Am 24. Dezember 2014, Heiligabend, wurde mir in der Früh wieder eine Tablette gelegt. Mein Bauch wurde schon öfters hart und schön langsam wurde es schmerzhaft. Mein Mann war so süß und hat mir einen kleinen beleuchteten Kunstchristbaum mitgebracht für mein Zimmer. Darüber habe ich mich sehr gefreut! Am Abend waren mein Mann und meine Schwiegermutter bei mir im KH und wir feierten Weihnachten. Mein Mann hat belegte Brötchen zubereitet und mir welche mitgebracht. Da ich aber ständig in 2 bis 3 Minutenabständen schmerzhafte Wehen hatte, wollte ich nichts essen bzw. hatte ich auch keinen Hunger. Ich saß am Bettrand und wusste nicht, wie ich sitzen soll bzw. was ich machen soll bei einer Wehe. Später am Abend, als mein Mann und Schwiegermutter schon weg waren, legte ich mich in's Bett und schaute fern. Ich hatte ziemliche Schmerzen und ich war traurig, weil ich zu Weihnachten nicht daheim sein konnte. Mein Mann hat mir dann auch noch ein Bild von unserem Christbaum geschickt. Später wurden die Abstände immer kürzer und die Schmerzen stärker. Da die Krankenschwestern auf der normalen Station keine Schmerzmittel geben dürfen, wurde ich auf die Geburtenstation gebracht. Dort war ich dann im Beobachtungsraum. Da ich dachte, dass es losgeht, habe ich meinen Mann benachrichtigt und er ist auch gleich gekommen. Ich wurde untersucht und es stellte sich heraus, dass der Muttermund 2 - 3 cm offen ist, aber Isabella noch nicht im Becken ist mit ihrem Kopf. Nach der Untersuchung berichtete ich alles meinem Mann und wir besprachen alles. Meine Ängste waren, dass es noch ewig dauern wird und Isabella dadurch noch schwerer wird und dass es ein Not-Kaiserschnitt wird. Mein Mann verstand meine Ängste und meinte nur, dass es mein Körper ist und deshalb meine Entscheidung. Ich verlangte nach einer Ärztin, um mit ihr noch einmal alles zu besprechen. Sie schlug mir zwei Vorgehensweisen vor: 1. Weiter einleiten oder 2. morgen, 25. Dezember 2014, wird ein Kaiserschnitt gemacht. Wir entschieden uns für einen Kaiserschnitt. Wenn ich ehrlich bin, war ich erleichtert, aber konnte es noch nicht wirklich realisieren, dass wir morgen Vormittag unser Baby im Arm halten werden. Die Krankenschwester gab mir ein Schmerzmittel, das mich ausgeknockt hat, aber es half gegen die Schmerzen und ich konnte, endlich, wieder einmal schlafen und Kraft tanken. Mein Mann blieb bei mir und durfte in einem Krankenbett schlafen.

Am 25. Dezember 2014 wurde ich schon um 6 Uhr geweckt, weil ich schon um 8 Uhr den Kaiserschnitt hatte. Zuerst bekam ich einen Blasenkatheter (schlimm!) und dann musste ich mich umziehen. Um ca. 07:30 Uhr wurde ich geholt. Ich war sooo nervös! Das Legen der PDA dauerte ziemlich lange, weil ich zu sehr verkrampft habe. Als die PDA lag, musste ich auf den OP-Tisch. Nach einer gewissen Zeit spürte ich bauchabwärts nichts mehr. Das war wirklich ein unheimliches Gefühl! Es ging los! Der Anästhesist und der Arzt redeten mir gut und beruhigend zu. Es war wirklich ein komisches Gefühl dieses Rütteln im Bauch! Ich war sowas von nervös, aufgeregt und wartete ständig auf das Schreien von meiner Tochter! Plötzlich hörte ich es! Es war 08:23 Uhr, meine Tochter wog 3.948 g, war 52 cm groß und hatte einen Kopfumfang von 35 cm. Die Hebamme zeigte sie mir kurz. Meine Tochter war noch leicht blutverschmiert, bläulich und ein kleines Bröckchen. Ich musste weinen vor Freude und Stolz und war überwältigt! Mein Mann war die ganze Zeit bei mir und hielt meine Hand. Die Hebammen und mein Mann waren dann weg mit meiner Tochter, während ich genäht wurde. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis ich sie endlich bei mir im Arm hatte! Das war ein unbeschreibliches Gefühl! Endlich war unser kleines, verspätetes Christkind bei uns! 

 
Wenn ich ehrlich bin, bin ich traurig, dass ich meine Tochter direkt nach dem Kaiserschnitt nicht bei mir hatte. Es wäre so schön gewesen sie auf meiner Brust liegen zu haben. Sollte es noch ein weiteres Kind und eventuell noch einen Kaiserschnitt geben, werde ich VOR dem Kaiserschnitt meine Wünsche äußern.

Wenn auch ihr etwas über euer schönstes Erlebnis im ersten Jahr mit eurem Baby erzählen wollt, findet ihr die Blogparade hier: http://www.rtl2.de/sendung/babys-kleines-wunder-grosses-glueck/gut-zu-wissen/die-rtl-2-baby-blogparade-mach-mit-und-lass-dein-posting-voten

1 Kommentar:

  1. Ich weiß gar nicht so recht, ob das hier in diesen Artikel reinpasst, ich schreib schreibe es einfach mal hier rein. An dieser Stelle erst mal vielen Dank für die vielen wertvollen Informationen, die man in diesem Beitrag / Blog finden kann. Das Internet ist ja voll mit Informationen zum Thema Schwangerschaft bzw. Leben mit Kindern und leider lassen sich viele werdende oder gerade gewordene Mütter gerade beim ersten Kind total irre machen. Da ich selber einen Sohn habe, weiß ich nur zu gut, wie ein Kind das Leben schlagartig verändert, bzw. auf was man jetzt zusätzlich noch alles achten muss, gerade was das Leben in der Familie angeht. Wie gesagt, Daumen hoch für den Blogbetreiber / Blogbetreiberin, für die Zeit bzw. Arbeit, die hier investiert wird. Gerade wenn man Kinder hat, ist es schon ein Kunststück sich für sowas Zeit zu nehmen. Liebe Grüße

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