Mittwoch, 3. Februar 2016

FindelKATZE Giuli

Ende April, Anfang Mai 2012 waren mein Mann und ich in der Toskana auf Urlaub. Wir wohnten in einem Appartement. Eines Tages gingen wir in der Früh zum Frühstück. Schon als wir dorthin gingen, hörte ich Katzen- bzw. Kätzchengewimmer. Noch dachte ich mir nichts dabei. Als wir wieder zurück ins Appartement gegangen sind, hörte ich es noch immer. Da ich neugierig war/bin und eine Tierliebhaberin bin, folgte ich dem Gewimmer. Plötzlich entdeckte ich zwei klitzekleine Katzenbabys in einer Hundehütte. Sie wimmerten und zitterten am ganzen Körper. Ich wickelte beide in meine Jacke und nahm sie mit ins Appartement.



Dort recherchierte ich im Internet, ob es im nächsten Dorf/Ort eine Tierärztin gab. Vom Vorbeifahren erinnerte ich mich an eine Tierklinik. Am nächsten Tag fuhren mein Mann und ich mit den zwei Katzenbabys zur Tierklinik. Zuerst aber musste ich mein Italienischwörterbuch ein wenig studieren, um die passenden Wörter zu wissen. Die Tierärztin dort war wirklich sehr nett. Sie meinte, dass die Kätzchen max. 2 Tage alt wären und wir sie vor dem Tod gerettet haben. Noch eine Nacht alleine in der kalten Nacht und sie hätten den nächsten Tag nicht überlebt. Die Tierärztin erklärte uns was wir alles brauchen und machen müssen. Sie gab uns eine Wärmeflasche für die Kätzchen mit. In der Nähe der Tierklinik befand sich, Gott sei Dank, ein Tierbedarfsgeschäft. Dort kauften wir ein kleines Fläschchen und Milchpulver für Kätzchen. Wir mussten die Kleinen alle 2 Stunden füttern, egal ob untertags oder in der Nacht. Anschließend mussten wir ihren Bauch massieren, damit sie ihr Geschäft machen konnten. Eigentlich macht das ja alles die Katzen-Mama. Vor unserer Abfahrt informierten wir die Chefin von den Kätzchen und fragten sie, ob wir sie (die Kätzchen) mitnehmen dürften. Die Chefin bedankte sich für die Info, aber ihr waren die Kätzchen ziemlich egal.

Daheim war ich mit ihnen öfters beim Tierarzt, weil sie Impfungen brauchten. Es stellte sich heraus, dass es ein Kater und eine Katze (Giulietta -> Giuli) war. Der kleine Kater war von Anfang an schwächer und leider bekam er dann auch noch einen Schnupfen. Leider verstarb er drei Tage nachdem wir daheim waren. :,-( :-( Giuli entwickelte sich prächtig, denn sie war eine kleine Kämpferin.

Da wir ja auch zwei Katzen (Katze + Kater) haben, hatte ich ein wenig Angst, wie sie auf die Kätzchen reagieren würden. Sherry, unsere Katze, war sehr nett und lieb zu Giuli , aber Tommy, unser Kater, hatte Angst vor ihr bzw. sah sie ein wenig als Konkurrentin bzw. Eindringling. Sherry bekam sogar Muttergefühle und putzte Giuli öfters.



Mein Mann und ich wohnten damals noch in einer 60 m² Wohnung und das mit zwei Katzen. Eine dritte wäre Zuviel gewesen. Weil ich Giuli aber nicht ins Tierheim und/oder fremden Personen überlassen wollte, nahm sie meine Schwiegermutter zu sich. Sie hat zwar auch zwei Katzen, aber sie hat ein Haus. Da ist es dann mit drei Katzen nicht so schlimm. Ich war/bin ihr sehr dankbar dafür!

Heute ist Giuli eine aufgeweckte Katze, die von vorne bis hinten verwöhnt wird, dementsprechend sieht sie auch aus. Mein Schwiegervater sagt immer, dass sie aussieht wie eine Melone mit Tennisball (Kopf). ;-) :-)

Ich bin sehr froh, dass ich diese Erfahrung machen durfte! Viele meinten damals zu mir, dass das schon eine Übung für ein Baby ist und damit hat sie sowas von Recht! ;-)



1 Kommentar:

  1. Wie schön dass ihr die Katzen gefunden habt und immerhin einer von ihnen dauerhaft ein Zuhause geben konntet.

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