Sonntag, 1. Mai 2016

Meine Geschichte mit der Pille #MyPillStory

Ich möchte euch von meiner Geschichte mit der Pille erzählen.

Vor ein paar Tagen habe ich auf https://www.mynfp.de/ ein Projekt gefunden. Bei diesem Projekt habe ich mitgemacht und folgende Fragen beantwortet:

  • Wie hat eigentlich alles angefangen? Wie haben Sie sich damals als Teenager gefühlt, als Sie (endlich) die Pille nehmen durften?
Bei mir hat alles damit angefangen, dass ich meine Periode mit 11 Jahren bekommen habe. Mit 11 oder 12 hatte ich eine Zyste am rechten Eierstock, die operativ entfernt wurde. Von Beginn der Periode an hatte ich immer wahnsinnige Schmerzen während der Periode. Meine Mutter ging mit mir damals, ich war ca. 12 Jahre alt, zu ihrem Frauenarzt. Der untersuchte mich und verschrieb mir die Pille. 1. Gegen die Menstruationsschmerzen und 2. Gegen meine Migräne. Also nahm ich die Pille, ohne einen Freund zu haben, geschweige denn Geschlechtsverkehr. Ich fühlte mich damals recht gut mit der Pille, weil sie mein Wohlempfinden besserte.
  • War es ein Kampf, Ihre Mutter zu überzeugen oder hat die es sogar von sich aus vorgeschlagen?
Es war überhaupt kein Kampf mit meiner Mutter, weil sie für die Pille war und sie sie selbst genommen hat.
  • Hatten Sie Bedenken oder haben Sie sich insgeheim gefreut, weil sich die Pille „so erwachsen” angefühlt hat?
Ich hatte überhaupt keine Bedenken, weil ich damals ein naives junges Mädchen war, dass dem Arzt und der Mutter blind vertraut hat.
  • Was war das Beste an der Pille für Sie?
Das Beste für mich persönlich war, dass sie mir gegen meine Menstruationsschmerzen und meine Migräne geholfen hat.
  • Wann kamen die ersten Bedenken?
Die ersten Bedenken kamen, als ich meinen Mann kennenlernte. Das war mit 19.
  • Welche Nebenwirkungen hatten Sie?
Die größte Nebenwirkung war der Libidoverlust. Weiters hatte ich depressive Verstimmung und meine Migräne wurde wieder mehr.
  • Welches Erlebnis hat Sie dazu bewogen, die Pille abzusetzen?
Da bei uns bzw. bei mir der Kinderwunsch aufkam und ich im Internet las, wie lange manche Frauen nach Absetzen der Pille nicht schwanger wurden bzw. lange Zeit einen unregelmäßigen Zyklus hatten, entschied ich mich zum Absetzen. Ein weiteres Erlebnis war, dass ich im Internet über NFP bzw. Sensiplan gelesen habe.
  • Wie hat Ihr Partner reagiert?
Mein Partner war einverstanden, dass ich die Pille abgesetzt habe. Er sah ja, wie es mir ging.
  • Wie haben Ihre Freunde reagiert?
Ich hab nur meinen zwei besten Freundinnen davon erzählt. Die reagierten nicht unbedingt großartig. Es gab nur ein ,,Aha“ von ihnen.
  • Wie hat es sich für Sie angefühlt, als Sie die Pille abgesetzt haben?
Ich fühlte mich befreit und ungezwungen.
  • Über welche Veränderung waren Sie besonders überrascht?
Dass meine Libido wieder besser wurde.
  • Vermissen Sie Aspekte der Pille?
Naja, eigentlich nur, dass man immer wusste, wann man seine Periode bzw. Abbruchblutung hatte und dass man die Periode verschieben konnte.
  • Wie hat sich Ihr Selbstbewusstsein oder Ihre Körperwahrnehmung seitdem verändert?
Mein Selbstbewusstsein hat sich verstärkt, weil ich selbst entschieden habe, die Pille abzusetzen. Meine Körperwahrnehmung verbesserte sich enorm.
  • Sind Sie auf Widerstand gestoßen und wie haben Sie diesen überwunden?
Ich bin, Gott sei Dank, auf keinen Widerstand gestoßen. Denn es war ja die Entscheidung von meinem Mann und mir.
  • Gab es merkwürdige Situationen, in denen Sie sich rechtfertigen mussten?
Ja, eine vielleicht. Als ich meinem damaligen Frauenarzt von meiner Entscheidung erzählte. Er meinte: ,,Naja, wenn Sie meinen!“
  • Was sagt Ihr Partner heute dazu?
Er sagt, dass es meine alleinige Entscheidung ist, weil es ja auch mein Körper ist.

  • Was würden Sie Ihrem früheren Ich raten, wenn Sie in eine Zeitmaschine steigen könnten?
Ich würde meinem früheren Ich raten die Pille NICHT zu nehmen. Weiters würde ich mir raten eine Bauchspiegelung machen zu lassen, um früher die Endometriose feststellen zu lassen und die Menstruationsschmerzen damit zu reduzieren.
  • Was würden Sie Ihrer Tochter empfehlen?
Meiner Tochter werde ich empfehlen auf ihren Körper zu hören. Von der Pille werde ich ihr abraten. Aber trotzdem ist es die alleinige Entscheidung meiner Tochter.
  • Was sagen Sie heute, wenn Sie jemand fragt, warum Sie hormonfrei verhüten?
Ich sage, dass ich meinen Körper nicht mit Hormonen vergiften möchte und mir mein Körper etwas wert ist.
  • Oder haben Sie hormonelle Verhütungsmittel vielleicht nie verwendet? Erzählen Sie uns die Gründe dafür und wie Sie mit schrägen Blicken anderer umgegangen sind.
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Fazit der Pille: Ich persönlich werde in meinem Leben keine Pille und keine hormonellen Verhütungsmittel mehr verwenden. Jeder Frau rate ich unbedingt abzuwägen, ob die Pille wirklich das beste Verhütungsmittel für sie ist. Trotzdem entscheidet jede Frau für sich selbst, womit sie verhütet.

Wer bei dem Projekt von https://www.mynfp.de/ mitmachen möchte, findet das Projekt hier: https://www.mynfp.de/mypillstory

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